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| Komisches Tier gesichtet :: War heute Tümpeln :) |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Ryk | Team

 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 678 Wohnort: Zürich 1442 Garnelen
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Verfasst am: Mi Jan 02, 2008 18:31 Titel: "Philodina-Connection" wurde mobil ! |
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Hallo zusammen !
Ein bekanntes Sprichwort lehrt uns bekanntlich: Durch Schaden wird man klug ! Dazu folgende Feststellung:
In einem meiner 120-L-Becken, in welchem "Black Mollys" zwecks Rückkreuzungsversuche schwimmen, entdeckte ich vor einiger Zeit eine "mittlere" temporäre Wassertrübung sowie ein stetiges Abserbeln der Pflanzen. -- Allgemein würde man hier zumeist auf Bakterien-Invasion einerseits und Düngemanko andererseits postulieren.
Heute schnitt ich einen vergilbten Pflanzenteil (Wasserpest) ab und brachte Teile davon unters Mikroskop. Das Resultat war wirklich auch für mich überraschend:
Die Pflanzenteile waren über und über in dichten Kolonien von . . . Rädertierchen bevölkert! !
Konkret handelt es sich um Philodina megalotrocha, eine in Aquarienfiltern öfters, jedoch nur in geringem Masse auftretende Art. Ihre Grösse variiert zwischen 120 bis 270 my.
Bis jetzt konnte ich allerdings die Invasion dieser Viecher noch nicht erklären, obwohl sie unter'm Mikroskop ebenso interessant zu studieren sind, wie die anderen Rotatorien, von denen es weltweit über 2000 Species (vielfach kosmopolitisch) gibt!
Zwei Dinge wurden mir dabei wieder einmal klar: 1.) Wassertrübung muss also nicht unbedingt auf Bakterien zurückzuführen sein, und 2.) das Mikroskop leistet in der Aquaristik eine nicht wegzudenkende Funktion !
Ich werde selbstverständlich zum Thema weiter informieren.
Für heute mal schöne Grüsse
Ryk |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=garnelenfreak) | Robin | Lebende Legende

 Anmeldungsdatum: 31.12.2004 Beiträge: 517 Wohnort: Richterswil 0 Garnelen
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Verfasst am: Mi Jan 02, 2008 20:48 Titel: |
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Hallo
Das tönt ja interessant. Kann den eine solche Kolonie der Rädertierchen ein absterben der Pflanzen verursachen? Oder sind sie nur die Profiteure?
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung
LG
Robin _________________ Hilfen im Forum:
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Ryk | Team

 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 678 Wohnort: Zürich 1442 Garnelen
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Verfasst am: Do Jan 03, 2008 15:30 Titel: |
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Grüezi Robin !
Die Rädertierchen sind insofern "Profiteure" der Pflanzen, als diese ihnen eine gute Unterlage bieten, mehr nicht ! Daher ist vielleicht noch zu erwähnen, dass nur relativ wenige der rund 2000 Arten planktisch, also "frei schwimmend" leben, weshalb jeder Beutezug mit dem Planktonnetz nur eine geringe Artenzahl an Rotatorien ergibt. Der weitaus grösste Teil der im Wasser lebenden "Räderer" ist sessil, so dass man diese nur durch das Untersuchen des Aufwuchses "erbeuten" kann. -- Knapp 3 % der Rotatorien sind marin, eine weitere kleine Gruppe lebt terrestrisch, ist also etwa in nassen Moosen, in Mooren und dergleichen zu finden.
Was nun die Sache in meinem Aquarium betrifft, so scheinen die Viecher -- nach "erster Einschätzung -- infolge ihrem massenhaften Auftreten auf den Pflanzen diese vom Licht abzuschirmen und damit zum einen die Assimilation in mehr oder geringerem Masse beeinträchtigen, zum anderen durch "Verstopfen" der Poren den pflanzeneigenen notwendigen Gasaustausch behindern könnten. --- Aber ich bitte zu beachten: das ist meine erste Einschätzung der möglichen Folgen, die zum Vergilben der Pflanzen führt.
Die temporäre Trübung des Wassers könnte als eine Folge der Fortpflanzungsweise dieser Rädertierart gewertet werden. Philodona gehört zur zweiten der drei zu unterscheidenden Fortpflanzungsgruppen: hier sind nur die Weibchen bekannt, die sich demgemäss parthenogenetisch fortpflanzen, wobei keine sog. Dauereier gebildet werden. Hinzu kommt, dass Philodona zu jenem Typus gehört, bei dem die Eiproduktion in der Regel von den Lebensbedingungen im jeweiliigen Biotop "gesteuert" wird, daher also mal acyclisch, zum anderen aber auch (alternierenden ?) mono-, di- oder polycyklisch sein kann. -- Entsprechende Laboruntersuchungen sind hier bisher noch zu wenige bekannt, um klarere Aussagen zu machen. -- Aber weil die Bedingungen in unseren Aquarien praktisch konstant sind (bzw. sein sollten !), könnte man hier eine polycyclische Fortpflanzung annehmen, die damit zum festgestellten Massenauftreten führt (?).
Also, hier mal nur soviel, wie mir derzeit auszuführen möglich ist !
Einen schönen Tag noch wünscht
Ryk |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=garnelenfreak) | Robin | Lebende Legende

 Anmeldungsdatum: 31.12.2004 Beiträge: 517 Wohnort: Richterswil 0 Garnelen
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Verfasst am: Do Jan 03, 2008 17:34 Titel: |
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Hallo Ryk
Das tönt ja wirklich interessant! Ich habe auch gerade letzthin wieder einen weissen Flaum auf einigen Pflanzen entdeckt. Kurz danach sind meine Red Fire eingezogen, diese weideten fröhlich auf diesen "Beeten" und wie mir scheint ist der Belag zurückgegangen. Kann es sein, dass es sich um Rädertierchen handelte, die von den Garnelen gefressen wurden? Möglich wäre das doch, oder?
LG
Robin _________________ Hilfen im Forum:
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 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 678 Wohnort: Zürich 1442 Garnelen
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Verfasst am: Do Jan 03, 2008 19:43 Titel: |
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Hallo Robin !
Deine Vermutung trifft leider nicht zu. Dieser weissliche Flaum wird aus sog. "niedrigen" Algen gebildet, die man systematisch gesehen eher zu den Bakterien zählt.
Dieser (meist auch etwas "schleimge") Überzug entsteht vielfach gleich zu Beginn der Einfahrzeit eines neuen Aquariums, und deutet dann darauf hin, dass das oft zitierte biologiche Gleichgewicht sich naturgemäss noch nicht gebildet hat.
Wenn es sich bei Deinem Becken um ein bereits seit längerer Zeit eingefahrenes handelt, deutet dieser "Flaum" wohl eher auf eine temporäre Störung des biologischen Gleichgewichtes hin, die jedoch von minim gravierender Ursache hervorgerufen sein dürfte.
Als Möglichkeit bietet sich hier beispielsweise ein verändertes Farbspektrum in der (Neon-)Röhre an, das sehr einfach behoben werden kann durch . . . "auswechseln" der alten mit einer neuen Lichtquelle !!
Überhaupt sollte man auch an dieser Stelle wieder einmal darauf hinweisen, dass Leuchtstoffröhren in den Aquarien nach etwa sechs Monaten ihr Farbspektrum durch Alterung stark verändern und daher nach diesem Zeitraum ausgewechselt werden sollten !
Diese spektrale Veränderung ist für unsere Augen kaum bemerkbar, wohl aber für Pflanzen und Algen ! - Die "alten" Röhren lassen sch daher noch weiter verwenden in unserer Wohnung oder im Keller, kurz überall dort,
wo solche Leuchtkörper - ausser in den Aquarien (!) - genutzt werden.
Schöne Grüsse
Ryk |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=garnelenfreak) | Robin | Lebende Legende

 Anmeldungsdatum: 31.12.2004 Beiträge: 517 Wohnort: Richterswil 0 Garnelen
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Verfasst am: Do Jan 03, 2008 23:34 Titel: |
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Hallo Ryk
Hmm, nein der Flaum war nicht "glibrig" sondern eher fest, und liess sich auch mit den Fingernägeln nicht entfernen. Sind wohl eher andere Algen.
Mit der Neonröhre hast du sicherlich recht, ich wechsle die Dinger meist erst wenn sie nicht mehr angehen (wohl 1- 1.5 Jahre) Das Problem ist, dass ich die Dinger leider nicht wiederverwenden kann, da sie in keine andere Halterung in unserem Haus passen. Habe dazu gleich noch eine andere Frage, mache aber dafür ein separates Topic auf.
Dann ist wohl nichts gewesen mit Garnelenputztruppe, bin aber weiterhin gespannt auf News von der Rädertierchenfront
LG
Robin _________________ Hilfen im Forum:
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Muklub | Forumsneuling

Anmeldungsdatum: 18.08.2007 Beiträge: 23
52 Garnelen
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Verfasst am: Fr Jan 04, 2008 16:49 Titel: hochinteressant! |
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Hallo zusammen
ein sehr interessanter Thread! Hab zwar wenig bis keine Ahnung von Rädertierchen, könnte mir aus dem Wissen anderer kleiner Mehrzeller aber eine Menge an Möglichkeiten vorstellen:
1. Das Pflanzen gelb werden wegen Lichtmangel durch Rädertierchenbesatz glaube ich nicht. Dann müssten mindestens ein Dutzend Schichten übereinander liegen. Das Sie die Assimilation stören durch verstopfen von Poren etc, kann ich mir hingegen noch gut vorstellen. Die Viecher sind ja mehr transparent als anderes. Insbesondere ein Magnesiummangel kann zu gelben Blättern führen.
2. Ein Aquarium sollte auf lange Sicht ja möglichst konstante Bedingungen aufweisen. Abweichungen gibts beim besten Aquarianer. Ich kann mir gut vorstellen, das bei den Rädertierchen im Aquarium durch einen Faktor die Vermehrung unterbunden war. Aus irgendeinem Grund wurde dieser Faktor (pH, Mineralien, absterben einer anderen Spezies etc) verfügbar/ausgeschaltet, weswegen sie sich explosionsartig vermehrten. Da gewisse Rädertierchen auch räuberisch leben, können die natürlich auch die ganze Fauna auf den Kopf stellen bei genügender Vermehrung.
3. Ich habe nur mal bei einem anderen Viech gelesen, das man die Population etwas ausdünnen kann durch starkes absenken der Nährstoffe und nachheriges aufdüngen (mag mich gerade an die Spezies nicht erinnern, ich such mal das paper). Heisst: Grossen Wasserwechsel (50%?) und ersetzen mit deionisierem Wasser / dest. Wasser. Nach ein paar Tagen eigentlich mit einer überdosis Dünger denen nochmals zu leibe rücken. Ich halte dies für eine Rosskur, und mit denen hab ich keine guten Erfahrungen gemacht......
Naja, werde die Diskussion sicher weiterverfolgen......
Gruess muklub |
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