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 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 678 Wohnort: Zürich 1442 Garnelen
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Verfasst am: Fr Jan 15, 2010 15:10 Titel: Aus der Forschung: Remipedia |
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Hallo zusammen !
Remipeden heissen sie und wurden erst 1979 entdeckt, gemeint sind kleine augenlose Krebse, die schwer zugängliche Höhlengewässer etwa auf den Bahamas, Yukatans oder Lazarote bewohnen. Mit ihren Fangbeinen, an denen Giftklauen sich befinden, erbeuten sie andere Krebse, ernähren sich aber auch von Aas. Aufgrund ihres gleichförmig segmentierten Körpers und ihrer sehr trägen Fortbewegung galten sie bisher als eine sehr primitive Krebsform.
Neue Forschungen zeigen, dass ihre Antennen im Vergleich zu den bekannten Süsswasserkrebsen und -garnelen mit einer weit höheren Anzahl chemorezeptiver Sinneshaare ausgestattet sind, wodurch sie besonders befähigt sind in ihrem lichtlosen Lebensraum ihre Beute aufzuspüren.
Interessant ist auch die Feststellung der Bochumer Zoologen Prof. J. Wägele und Dr. M. Fanenbruck, dass Remipedia und die Malacostraca (höhere Krebse) mit den Insekten näher verwandt sind als mit den übrigen primitiven Krebsen, wie Wasserflöhe, Ruderfusskrebse und Rankenfüsser. Die Forscher schliessen dies aus den neuroanatomischen Befunden beim Remipeden Godzillognomus fronosus (genannt nach dem Kinomonster "Godzilla"). Das hoch differenzierte Gehirn mit ausgeprägten Riechzentren und olfactorisch-globulären Trakte zeige eine erstaunliche Übereinstimmung mit den höheren Krebsen (Krabben, Hummer usw.) und den Insekten. (Gefunden in der Zeitschrift PNAS: Proceedings of the National Academy of Science, USA).
Gruss
Ryk |
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