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 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 867 Wohnort: Zürich 1856 Garnelen
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Verfasst am: Mo Feb 09, 2009 18:11 Titel: Darwin und sein "kurioses" Tier |
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Grüezi allerseits !`
Bekanntlich begeht die Welt heuer das "Darwin-Jahr", denn bekanntlich jährt sich am 12. Februar 2009 der Geburtstag von Charles Darwin zum 200. Mal ! Nun, man kann zu seiner "Abstammungstheorie" stehen, wie man will, ich möchte hier - ganz ohne Vorurteil - auf einen Punkt eingehen, der uns vermutlich doch interessieren dürfte !
Nachdem Darwin sein Masnukript für seine "Entstehung der Arten" verfasst und in vier Bänden publizieren wollte, rieten ihm seine Freude, das Werk in einem einzigen Band herauszubringen. Dabei machte ihn allerdings sein engster Freund, ein Botaniker, darauf aufmerksam, für die Darstellung seiner "Transmutations-Theorie" wenigstens ein konkretes Beispiel und möglichst von einer Art beizubringen, um mit einem tatsächlichen Beweis seine Theorie zu untermauern.
Wie wir heute wissen, waren es nicht etwa die "Galapagos-" oder Darwin-Finken, sondern ein winziges Tierchen aus dem Meer, das er schon auf seiner Reise an Bord der "Beagle" entdeckte und in vielen Präparaten nach Hause brachte: die Rankenfüsser (Cirripedia) !
Diese Kleinkrebse sind unter den Arthropoden insofern einzigartig, weil sie als Larven oder Nauplien frei im Wasser schwimmen, wie wir das ja von vielen anderen Beispielen kennen, jedoch im adulten Zustand eine ausschliesslich sessile Lebensweise führen !
Darwin beschäftige sich während acht Jahren (von 1846 bis 1854) mit MIkroskop, Zeichenstift, Notizheften und Seziermesserchen, um die Anatomie und den wichtigsten Bereich, die Vermehrung dieser Winzlinge, zu studieren.. Dabei verfasste er vier Monographien über System und Zoogeographie dieser Tiergruppe. Und sein System hat die Zeiten - abgesehen von Verfeinerungen und Ergänzungen - nicht nur überdauert, sondern diese Kleinkrebse gelten auch heute noch als ein "evolutionsbiologischer Glücksfall" !
Die Vertreter der grössten Gruppe der Cirripedia, die Thoracica mit rund 1100 Arten, treten im adulten Stadium in zwei Erscheinungsformen auf: gestielt und ungestielt. Erstere kennt man unter dem Sammelbegriff "Entenmuscheln", die zweite Gruppe ist als "Seepocken" bekannt und beide Gruppen besiedeln auch heute noch alle Weltmeere.
Die Seepocken beispielsweise besiedelten schon im Silur, also vor rund 430 Millionen Jahren, die Gehäuse der ersten Schnecken und Muscheln, wie dies zahlreiche fossile Funde belegen!
Schöne Grüsse
Ryk |
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