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Einstieg in die Forschung und Bestimmung von Zwerggarelen
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0 Garnelen

BeitragVerfasst am: So Apr 10, 2005 22:47    Titel:

thx

cu
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Skype Status [www.SkypeRunners.com] Andreas-B.
Gast




0 Garnelen

BeitragVerfasst am: Fr Aug 12, 2005 8:36    Titel: Garnelen - Bestimmung durch Sequenzanalysen?

Hallo Rik,

mit Interesse habe ich Deine Beiträge und Deine wunderschönen Zeichnungen gelesen bzw. mir angeschaut.Ein großes Lob von mir!

Aber meine Frage ist, ob man alleine durch eine sehr genaue Zeichnung und Dokumentation der Garnelen in der Biologie die Artzugehörigkeit bestimmt und daraus evtl. sogar Stammbäume aufstellt?

Da ich selbst Biochemie studiere, bin ich über dieses Vorgehen zur Artbestimmung doch sehr überrascht. Wie Du schon ansprichst ist dieses Verfahren, das ja doch nicht immer sehr eindeutig sein muss, z.B. in der Mirkobiologie auf Grund der geringen phänotypischen Unterschiede nicht anwendbar.

Wäre es nicht vielmehr sinnvoller eine Sequenzuntersuchung der 18 S - rRNA durchzuführen, wie sie ja auch bei Prokaryoten mit der Untersuchung der 16 S - rRNA gemacht wird.

Durch eine Sequenzalanyse der 18 - S - rRNA der kleinen Ribosomenuntereinheit könnte man doch ganz eindeutig die Artzugehörigkeiten klären und es gäbe auch keine Uneindeutigkeiten mehr und wäre somit für die Namensgebung für jeden verbindlich. Ferner würde dieses Verfahren doch den enormen Vorteil mit sich bringen, dass man Verwandtschaftsverhältnisse der einzelnen Arten aufstellen könnte und so zum Beispiel über evtl. Kreuzungsmöglichkeiten unter den verschiedenen Arten etwas aussagen könnte.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage!
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Skype Status [www.SkypeRunners.com] Ryk
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Anmeldungsdatum: 01.01.2005
Beiträge: 836
Wohnort: Zürich
1782 Garnelen

BeitragVerfasst am: Sa Aug 13, 2005 17:17    Titel:

Hallo Andreas !

Vorerst: danke für die Blumen !

Doch nun zu Deiner Frage:

Grundsätzlich hat Dein Vorschlag etwas Bestechendes an sich, aber diese Methode birgt auch einen Faktor in sich, der leider nicht ganz zu dem von Dir skizzierten Ziel führt:

Zwar lässt sich mit dieser Methode beispielsweise feststellen, ob Tier A direkt mit Tier B "verwandt", ergo der gleichen Art zugehörend ist, oder ob beide Tiere mehr/minder entfernt verwandt sind, also etwa der gleichen Gattung angehören. Mehr kann die auch mir bekannte Methodik leider nicht bestätigen.

Vor allem kann damit keine Artbestimmung nach den bekannten taxonomischen Regeln für die - in unserem Fall zoologische - Systematik durchgeführt werden. Das trifft übrigens auch auf die botanische Systematik zu.

Natürlich haben Systematik und Taxonomie, wie so manches andere Wissenschaftgebiet, im Laufe der historischen Entwcklung nicht nur ihre Zielrichtung, sondern auch ihre Methoden verändert. Aber dessen ungeachtet muss ich Prof. Bert Hölldobler (Würzburg) beipflichten, der erst kürzlich an einem Symposium dargelegt hatte, dass "die Systematik nicht ohne die gute, auch mit Hilfe des Mikroskops enstandene wissenschaftliche Zeichnung auskommen" ... kann, als es darum ging, Fotografie und Zeichnung in ihrer Bedeutung für die Systematik zu vergleichen und gegeneinander abzuwägen. Das Resultat: Man kommt ohne die wissenschaftliche Zeichnung nicht aus !

Wie Du siehst, die von Dir vorgeschlagene moderne Methode hat sicher sehr viele Möglichkeiten, und sie konnte das auch schon verschidene Male unter Beweis stellen, aber sie stösst eben auch - zumindest heute noch - an ihre Grenzen.

Dessen ungeachtet finde ich Deine Frage nicht nur interessant, sondern nahm sie, wie Du eben nachlesen konntest, auch ernst.

Schöne Grüsse

Ryk
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