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| Algenfilter gegen Algen :: Über Nacht weiss-durchsichtiger Algenflaum...?! |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Johannes | Forumsneuling

Anmeldungsdatum: 10.01.2006 Beiträge: 10
24 Garnelen
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Verfasst am: Fr Jan 20, 2006 22:30 Titel: Erfolgreich gegen Algen im Aquarium |
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Hier meine Erfahrungen mit dem Thema Algen!
Ich hatte ein massives Algenproblem in meinem 180 Liter Gesellschaftsbecken. Ein ganzes Bündel von Maßnahmen hat dazu geführt, dass ich keinen nennenswerten Algenbefall mehr habe.
1. Kein direktes Sonnenlicht ins Aquarium. Das ist sehr wichtig, denn einige Linien aus dem Spektrum des Sonnenlichts fördern das Algenwachstum ganz ungemein. Spezielle Neonröhren für Aquarien strahlen diese Spektralfarben nicht aus. Hier lohnt sich der etwas höhere Anschaffungspreis für diese Spezialröhren. Wegen der Röhrenalterung die Röhren 1x im Jahr wechseln, auch wenn optisch keine Veränderung des Lichtes sichtbar ist.
2. Maximale Beleuchtungszeit 8 Stunden täglich, besser etwas weniger. Ich schalte nachmittags das Licht für einige Stunden aus.
3. Entsprechende Bewohner im Aquarium:
- Amanogarnelen (Caridina Japonica) und nur diese! sind hervorragende Algenfresser. Ich halte einige im Becken. In der Literatur habe ich gelesen, dass man bis zu 5 Stück pro 20 Liter Wasser einsetzen kann. Ich habe 9 Stück.
- Ein Zwergschilderwels
- ca. 10 Apfelschnecken
- 6 Siamesische Rüsselbarben
5. Nitrat (NO3) <10mg/l. Im Filter ist NitratEx von der Firma JBL
6. Phosphat (PO4) ist fast nicht nachweisbar. Ein Nitratabsorber der Firma Rowa (ROWAphos) ist im Filter. Dieser ist zwar etwas teuerer (ca 25€ für 250ml Granulat), gibt aber keine anderen Stoffe wie z.B. Aluminium ab. Bei mir hält der Filter schon über ein Jahr.
7. Wenig füttern. Bei mir fällt eigentlich kein Futter auf den Boden.
8. Kein zu starker Fischbesatz. 1cm Fisch pro Liter Wasser ist Maximum. Besser weniger
Der Einbau einer CO2 Anlage hat bei mir keine nennenswerten Erfolge in der Algenbekämpfung gebracht, wohl aber einen schönen Pflanzenwuchs und ein sattes grün der Pflanzen.
Soweit meine Erfahrungen. Vielleicht hilft es ja jemandem.
Gruß,
Johannes |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Octopus | Garnele

 Anmeldungsdatum: 31.12.2004 Beiträge: 197
370 Garnelen
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Verfasst am: Fr Jan 20, 2006 23:11 Titel: |
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Hi Johannes
Ja, ja die Algen
Dazu ein andermal, mir ist
| Zitat: |
| dass man bis zu 5 Stück pro 20 Liter Wasser einsetzen kann |
ins Auge gestochen. (Gemeint sind Amanos)
Ist das wirklich möglich? Das scheint mir unglaublich viel zu sein! Was meinem die andern dazu?
Danke für die ausführlichen Algentipps.
LG OCtopus |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Ryk | Team

 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 867 Wohnort: Zürich 1856 Garnelen
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Verfasst am: So Jan 22, 2006 11:39 Titel: |
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Hallo Octopus !
In der Regel rechnet man für ein 25-L-Becken eine Besatzdichte von 5 Garnelen als ideal. In früheren Zeiten, d.h. noch im vergangenen Jahr, wurden immer wieder von "unerklärlichen" Abgängen in Garnelen- und Krebs-Becken gemeldet. Man berichtete von "apathischen" Tieren, die eines nach dem dann einfach so dahinserbelten, ohne äussere Anzeichen. Als man der Sache näher auf den Grund ging, zeigte sich, dass diese Becken einfach extrem übervölkert waren, und dass sich dabei Veränderungen in der Wasserqualität und/oder im Sauerstoffverhältnis (auch in Sachen Wassertemperatur) manifestierten. Genaueres ist m. W. noch nicht festgestellt worden. Allerdings hat sich die Situation wesentlich gebessert, als sich die Halter/innen entschlossen, die Besatzdichte in ihren Becken drastisch zu reduzieren.
@ Johannes
Deine Liste liest sich wie ein "Massnahmenkatalog" aus einem einschlägigen Aquaristikbuch !
Dass (ad 1) Sonnenlicht tunlichst zu vermeiden ist, stimmt bekanntlich und ist fast in jedem ernsthaft zu nehmenden Sachbuch nachzulesen. Dazu vielleicht eine eigene Erfahrung: Vor einigen Jahren hatte ich im relativ grossen Wohn-Esszimmer meiner Wohnung ein Aquarium an der Rückseite meines Schreibtisches, etwa 4 m von der Fensterfront entfernt aufgestellt. Wenige Wochen später war das Becken von einer Algeninvasion befallen. Der Grund: Anfangs merkte ich nicht, dass in den Herbst-Winter-Frühjahrsmonaten die Sonne auf ihrem Lauf (Sonnenaufgang bis ca. 11 h) im flachen Bogen genau auf das Aquarium schien. Erst als ich dann die Lamellenstore so weit hinunter stellte und die Sonnenstrahlung dadurch abgeschnitten wurde, änderte sich die Situation und bietet heute keinen Anlass mehr zur Algenentwicklung !
Das mit der Beleuchtungspause (ad 2.) ist so eine Sache für sich. Darüber liest man immer wieder. Es scheint, dass sich viele Aquarianer/innen den Pflanzen eine Siesta aufzwingen wollen. Aber auch in der freien Natur sind Wasserpflanzen nicht dazu bereit. Und es zeigt sich immer wieder, dass diese Verdunkelung für die Pflanzen ein unnatürlicher Zustand ist. Denn: dadurch werden die biologischen Vorgänge (Assimilation) unterbrochen, die Pflanzen verhalten sich dann wie in den normalen Nachtstunden: Assimilation ist unterbrochen, Sauerstoffentzug aus dem Wasser setzt ein.
ad 3: Vergleiche meine Ausführungen zu Octopus über Besatzdichte. Mit den Rüsselbarben kann man wenig Hilfe erwaten, ihre Algenfreude hält sich sehr in Grenzen, zumal wenn noch andere Fische im Becken schwimmen, die ja gefüttert sein wollen. Und auch die Rüsselbarben profitieren davon ! - Dabei ist es richtig, dass nie zuviel gefüttert werden soll. Dabei ist es leider bei vielen Aquarianern/innen so, dass sie es mit ihren Pfleglingen zu gut meinen Daher wird auch immer mit Recht dazu geraten, bei Ferienabwesenheit usw. nie die Fütterung durch eine unqualifizierte Person vornehmen zu lassen.
Der Einsatz von entsprechenden (Hilfs-)Geräten kann durchaus Sinn machen (mit Ausnahme der CO2-Anlage, die nicht das bringt, was der Prospekt verspricht - eigene Erfahrungen vorhanden !). - Aber ich muss gestehen, dass ich in keinem meiner Becken solche Geräte installiert habe und dennoch keine Algenplage kenne.
Dazu vielleicht noch ein Erfahrungsbericht: In meinen Becken gibt es nur einen Luftfilter und ein Thermometer, sonst nichts. Ein Wasserwechsel wird - abgesehen vom Nachfüllen der jeweiligen Verdunstungsmenge - nur alle vier bis fünf Wochen mit 8 bis 10 Liter vorgenommen. Die Filterfüllung wird nur dann unter lauwarmem Wasser "ausgewaschen", wenn der Filter kaum noch Wasser transportiert. Die Beleuchtung erfolgt durchgehend von 10 bis 22 Uhr über die übliche zentrale Schaltuhr. - Als Ergänzung: Ein Sandboden-Becken läuft seit über einem Jahr ganz ohne Filteranlage, nur mit Pflanzen bestückt.
Soweit mein "Gemäcker". Ansonsten wünsche ich einen guten Start in die neue Woche
Ryk |
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