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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | felixS | Garnele

Anmeldungsdatum: 05.02.2009 Beiträge: 127 Wohnort: Ammerswil 220 Garnelen
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Verfasst am: Fr Jan 13, 2012 16:17 Titel: Lebende Fossilien |
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Hallo
Da ich wieder mal einige Artemien erbrütete kam ich auf eine Frage. Gibt es in der Schweiz "wilde" Vorkommen von Triops oder Feenkrebsen etc?
Felix |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Ryk | Team

 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 868 Wohnort: Zürich 1860 Garnelen
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Verfasst am: Fr Jan 13, 2012 18:24 Titel: |
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Grüezi Felix !
Ja, es gibt sie auch bei uns (noch!). Allerdings sind die verschiedenen Vertreter der "Urzeitkrebse" aufgrund ihrer spezifischen Habitatsansprüche ohnehin nur schwer zu finden !
Als n.m.Wissen bestuntersuchtestes Gebiet kann ich Österreich nennen, und zwar verdanken wir dies vor allem dem Dozenten Erich Eder (Uni Wien), der sich schon vor vielen Jahren besonders mit den Triops befasst hatte, um sich dann später mit dem gesamten Bereich "Gross-Branchiopoden" zu beschäftigen.
Problematisch ist das Finden oder Wiederentdecken dieser Tiere besonders durch ihre oben erwähnte besondere Habitatswahl: kleine Tümpel und vor allem nur kurzzeitig bestehende Wasservorkommen, beispielsweise in Form von Wasserlachen usw. in Karrenspuren auf Feldwegen . . . aber wo gibt es die heute noch
Nach einer mir vorliegenden Meldung vom NABU wurden im vergangenen März (2011) u.a. im Landkreis Soltau-Fallingsbostel unter anderem auch der sog. Frühjahrs-Feenkrebs (Eubranchipus grubi) entdeckt. Wiederentdeckt wurde dabei auch der Linsenkrebs(Limnadia lenticularis) , den man zuvor zumindest für Norddeutschland bzw. Niedersachsen als ausgestorben gehalten hatte.
Bei uns sind mir aktuell zwar einige Fundorte bekannt, die Jahreszeit ist zurzeit nicht gerade prädestiniert, Urzeitkrebse ""auf freier Wildbahn"" zu entdecken, zumal ihre Eier derzeit ohnehin in den ausgetrockneten Bodenschlammstellen den Winter überdauern.
Ihren Vulgärnamen Urzeitkrebse erhielten die Gross-Branchiopoden deshalb, weil diese Krebsgruppe tatsächlich ""uralt"" ist, wurde doch der Urahn, ein fossiler Anostrake [= Feenkrebs] (Rehbachiella kinnekullensis), aus dem Oberen Kambrium (Ergeschichtliche Zeit vor 503 bis 488 Mio Jahre) in Schweden entdeckt. (Walossek, 1993)
Übrigens: mit zu dieser Urzeitsippe der Branchiopoden gehören auch die allerdings kleineren Cladoceren, die uns sicher allen bekannten . . . Wasserflöhe
Gruss Ryk |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | felixS | Garnele

Anmeldungsdatum: 05.02.2009 Beiträge: 127 Wohnort: Ammerswil 220 Garnelen
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | Ryk | Team

 Anmeldungsdatum: 01.01.2005 Beiträge: 868 Wohnort: Zürich 1860 Garnelen
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Verfasst am: Fr Jan 13, 2012 23:38 Titel: |
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Hallo Felix !
Ich kenne diese Seiten von "cscf.ch" und sie geben genau jene Tiergruppen wider, die sowohl in den "Roten Listen Schweiz" wie auch in den diversen CH-Monitoring-Programmen figurieren !
Das kannst Du auch in der Liste in der Linken Spalte insofern erkennen, als hier vorwiegend Tierordnungen bzw. Familien aufgenommen sind, die auch ein ungeübter Nichtzoologe mit Hilfe einschlägiger Bestimmungsliteratur halbwegs passabel "bestimmen" kann.
Unter den Wasserbewohnern sind es naturgemäss die Schnecken und die wenigen einheimischen Muscheln, die sich sogar fast jeder Aquarianer aus seinen Becken anhand farbiger Bilder der Gehäuse sowie Massangaben usw. ""bestimmen"" kann. Hingegen wird es sofort problematisch, wenn es beispielseise um die ""niederen Krebse"" geht, deren Bestimmung zumeist nur mit dem Binokular oder gar dem Mikroskop möglich ist. Und da enden bei den meisten Interssierten die Möglichkeiten für ein aktives Arbeiten, weil die morphologischen Einzelheiten dieser Tiere vielen Interessierten im Grundatz meist unbekannt sind. Das Bestimmen hört da schlicht und ergreifend einfach auf und muss den wenigen Spezialisten vorbehalten bleiben ! Selbst versierten, sprich mikroskopierenden Aquarianern dürften schon allein die einheimischen (= mitteleuropäischen) 90 Wasserfloharten, die in 8 Familienen unterteilt sind, etwelche Bestimmungsprobleme bereiten.
Das ist leider so !
Gruss Ryk |
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![Skype Status [www.SkypeRunners.com]](http://www.skyperunners.com/status/?skype_user=) | felixS | Garnele

Anmeldungsdatum: 05.02.2009 Beiträge: 127 Wohnort: Ammerswil 220 Garnelen
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Verfasst am: Mo Jan 16, 2012 14:06 Titel: |
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Hallo Ryk
Da hast du natürlich recht, das würde nicht funktionieren.
Ich hab auch schon Insekten an die Stelle gemeldet. Vornehmlich Libellen im Goms, scheinbar war da noch kaum jemand am Bestimmen. So, dass ich mehrere, auch häufige Arten melden konnte. Dokumentiert hab ich es mit Fotos.
Felix |
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