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mondlicht

 
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Steine :: Jati Holz  
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Skype Status [www.SkypeRunners.com] kuriOs
Forumsneuling
Forumsneuling

Anmeldungsdatum: 10.11.2009
Beiträge: 20
Wohnort: Zürich
48 Garnelen

BeitragVerfasst am: Mo Jan 04, 2010 1:02    Titel: mondlicht

hmm...ich qualipet sehe ich immer diese mondlichter, auch schon bei den nanobecken mit zwergarnlen. ich persönliche finde es sieht bisschen kitschig aus Very Happy aber das ist geschmacksache oder en hype Very Happy
wollte mal fragen wer von euch Besitzer eines mondlichtes ist und welche technik ihr dabei benutzt LED oder andere?
hat ein mondlicht ausser optischen auch noch einige praktische nutzen etwa für garnelen?

liebe grüsse kuriOs
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Skype Status [www.SkypeRunners.com] Tobi
Moderator

Anmeldungsdatum: 08.05.2009
Beiträge: 372
Wohnort: 8055 Zürich
834 Garnelen

BeitragVerfasst am: Mo Jan 04, 2010 10:57    Titel:

Da sich niemand mit erfahr gemeldet hat wage ich es doch mal meine Theorien aufzustellen. Smile

Mondlicht ist nur für die Optik mit einzelnen Ausnahmen. Z.B. hilft ein Mondlicht einem Brütenden Paar Ramirezi ihr Nest auch in der Nacht zu verteidigen. Ich denke aber sonst wirkt das Licht in der nacht, jeh nach stärke, eher störend.

Was die Garnelen Betrifft, so stelle ich mal eine kleine Theorie in die Runde: Garnelen Schlafen nicht. Ich habe keine Wissenschaftliche unterstützung oder iergendwas, aber ich habe bis jezt beobachtet, dass sie auch am Morgen um 4Uhr noch im Dunkeln durch das Becken wusseln und fressen. Somit würde ein Mondlicht diesen auch keinen Stress verursachen. (Vielleicht weis da Ryk mehr über das schlafverhalten von Garnelen?)

Also meiner Meinung nach ist es dir überlassen, ob du die Garnelen auch in der Nacht sehen musst und ob dir es das Geld wert ist Smile Wenn, dann würde ich auf LED setzen, für ein Nano wird das sowieso genug hell sein. und ein Einzelnes würde wahrscheinlich auch schon reichen. Mit einem alten (Handy) Ladegerät, einem Widerstand und einem blauen LED kannst du dir das wahrscheinlich auch selbst zusammenbasteln Wink

Aber da ich kein Nachtlicht habe kann ich eigendlich nicht wirklich mitreden, vielleicht sonst wer?

Gruss

Tobi
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Skype Status [www.SkypeRunners.com] Ryk
Team
Team

Anmeldungsdatum: 01.01.2005
Beiträge: 836
Wohnort: Zürich
1782 Garnelen

BeitragVerfasst am: Mo Jan 04, 2010 14:21    Titel:

Hallo Ihr ""Mondsuchenden"" !

Das Thema Mond diskutierten wir vor rund 10 Jahren mal sehr intensiv ! Dabei ging es jedoch nicht um das sich orientieren der Garnlen bei Nacht, sondern um den Einfluss der Mondphasen auf das Häuten bei Garnelen (aus der Caridina-Sippe), bei Krabben und einigen Krebsen (beson. bei Cherax) sowie um die ""Legefreudigkeit"" der Weibchen !

Dabei wurden auch irgendwelche alte Schriften zitiert, aus denen hervorgehen soll, dass, wenn der Neumond im diesem oder jenem Sternbild sich befinde, sich artspezifisch zwei, drei oder fünf Tage nach Neumond die Tiere häuten bzw. die Weibchen ihre Eier abwerfen bzw. "gebären". Wer sich etwas näher darüber informieren möchte, dem empfehle ich den Titel "Claudia Graf: Das grosse Mosaik-Mondbuch" (2000, München).--- Aber bitte mit Vorsicht zu geniesen . . .

Eine der Kolleginnen glaubte tatsächlich, im Labor solche Beobachtungen gemacht zu haben, konnte aber - zum grossen Gaudi von uns weniger Mondgläubigen - mangels schlagender Beweise nur ein mehr oder weniger verhaltenes Gelächter ernten . . .

Auch über die Abgabe der Eier/Nauplien durch Vollmond-Beeinflussung konnten trotz intensiver Beobachtungen im Labor keine konkreten Daten erbracht werden. -- Da bringt der Wasserwechsel immer noch bessere Resultate . . . Cool

Was nun den Orientierungssinn betrifft, so haben die Garnelen (und Krebse/Krabben) - wie schon an anderem Ort im Forum ausgeführt - auf ihren Antennen (Fühler) sehr viele Sensoren und Tasthaare, die ja nur unter dem Mikroskop zu entdecken sind, aber die weitgehend der Orientierung dienen. Wozu es jedoch weder ein Mond- noch ein anderes Licht bedarf.

Das belegen beispielsweise die zahlreichen Garnelen/Krebse, die in Höhlenseen leben oder den Grund der Tiefsee besiedeln, wo es bekanntlich ""zapfenduster" ist. Auch dort orientieren sich die Tiere zum einen mit ihren Sensoren, mit denen sie ihre Umgebung "ertasten", aber auch durch Pheromone, die sie nach bisherigen Beobachtungen offenbar wie Echolote einsetzen können, um die Umgebung ohne direkte Berührung des Untergrundes oder Hindernisse ""ertasten"" zu können. Ein ähnliche Verhalten zeigen etwa Ameisen, die als "Innendienstameisen" im dunkeln Bau-/Nestinneren agieren und sich dort bei völliger Dunkelheit bestens zurechtfinden.

Was nun das Schlafen betrifft, so haben die Wirbellosen keine Augenlider, die sie runterklappen können um so ihre Schlafaktion anzeigen können. Um bei den Ameisen zu bleiben: die kennen ja nur zwei Aktivitäten: Stehen oder Rennen ! Und in Prinzip verhalten sich die meisten Gliedertiere/Wirbellosen ebenso, auch wenn deren Aktivität nicht so eklatant ins Auge fällt, wie bei dem Emsen ! Aber immer wenn Garnelen für eine kürzere oder längere Phase ruhen/stehen bleiben, können wir das - aus menschlicher Sicht - eben als "Schlafphase" bezeichnen, in welcher ihr sog. Grundumsatz herabgesenkt ist. Allerding fehlen m. W. -- zumindest die Wassertiere betreffend -- noch eingehendere Untersuchungen, die solche physiologische Vorgänge auch tatsächlich messen konnten.

Mir sind lediglich einige physiologische Untersuchungen bei Insekten bekannt, darunter auch für Wasserinsekten (z.B. bei V.B.Wigglesworth: The Principles of Insekt Physiology, 1955, London, um nur einen Titel zu nennen).

Na, vielleicht regt das ja die Mond-Diskussion an. Oder gar eigene Versuche bzw. Beobachtungen ??

Grüsse

Ryk
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